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Dienstag, 11. Juli 2017

Mosaikstricken, definitiv kein Buch mit 7 Siegeln


Ich hatte das Glück und durfte vor einigen Wochen die Designerin hinter LISMIknits  >klick< kennenlernen und schnell war klar, daraus entwickelt sich was "Ernstes"

Um meine eigene Neugier auf die (für mich bis dahin unbekannte ) Technik des Mosaikstrickens zu befriedigen, gab es in der Facebook-Gruppe kniTime - Zeit für Wolle   >klick<
einen KAL mit dem Tuch "Lavena", welches genau mit dieser Technik gestrickt wird.

Das Ergebnis ist ein Tuch, welches durch hohe Kontraste eine tolle Wirkung erziehlt.

Der Knaller ist tatsächlich, dass es sooo einfach ist.
Die Anleitung ist zum einen sehr ausführlich, übersichtlich und klar strukturiert und zum anderen besteht das ganze Tuch "nur" aus Hebemaschen. Die Form wird durch Zu- und Abnahmen erreicht.
Beim Stricken hat man immer nur eine Farbe auf der Nadel, die in Hin- und Rückreihen gearbeitet wird.  Der Rest ist reine Zählerei bis maximal 9.



Als Garn habe ich eine eigene Färbungen auf einem noch neuen Material genommen.
Das Material: 50 % Wolle (unbehandelt) / 50 % Seide mit 400m auf 100g
Dieses Material kann momentan nur in der Facebook-Gruppe erworben werden.
Gestrickt wurde mit Nadelstärke 3 und 3,5.

Geeignet ist jedes Garn in Sockenwollstärke, handgefärbt von mir >hier<
http://knitime.de/handgefaerbtes/Fingering 

Der Verbrauch für das Tuch ist absolut moderat; Hebemaschen sind halt kleine "Garnsparwunder"
Farbe 1: 113g
Farbe 2: 34g
Das Tuch lebt von Kontrasten. Daher kann hier ruhig Mut zur Farbe bewiesen werden.

Mein fertiges Tuch hat eine Größe von 210 cm x 63 cm

Die Anleitung zu diesem effektvollen Alltagsbegleiter gibt es >hier< 
Verfügbar in deutsch und englisch.

Ein herzliches Danke an Christiane, für diese tolle Anleitung!




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Dienstag, 13. Juni 2017

Wolle färben mit Rhabarberwurzel

Rhabarberwurzel:
"Rhabarberwurzel (Rheum sp., Polygonaceae) ist ein pflanzliches Arzneimittel mit abführender und zusammenziehender (gerbender) Wirkung. Es wird innerlich zur kurzfristigen Behandlung der Verstopfung und äusserlich bei Erkrankungen der Haut und Schleimhaut angewendet." (Quelle: pharmawiki.ch)

Abgesehen von der Heilwirkung ist die Rharbarwurzel ein tolles Färbemittel. Sie besitzt eine intensive Färbekraft und je nach Temperatur und Dauer der Färbung bietet sie ein großes Farbspektum. 
Für ca. 600g zu färbende Wolle reicht eine knappe Hand voll.


Die Vorarbeit:
  • Wolle heiß beizen mit Alaun und Weinstein im Verhältnis 12/2 zum trockenen Wollgewicht
  • Rhabarberwurzel in kleinem Topf ansetzen und langsam erhitzen bis zum Kochen
  • alles am Besten über Nacht auskühlen lassen
  • den ausgekochten Sud abseihen und Rharberwurzel in einem Färbebeutel einfangen 
Das Färben:
  • die gebeizte Wolle einmal klar spülen
  • Wolle in den kalten Färbesud geben und langsam erwärmen


Ein wunderbarer Nebeneffekt:
Es riecht sooo lecker in der Färbeküche :-)

  


Da Rharbarwurzeln eine intensive Farbkraft besitzt, schaue ich in regelmäßigen Abständen nach dem Ergebnis. Bei hohen Temperaturen wird die Färbung rötlich-braun. 
Ich möchte ein weiches vanilliges Gelb, vielleicht noch ein wenig dunkler mit einer Nuance ins Ocker. (senfgelb?)
Also: immer wieder rühren, schauen und nicht kochen. 

Das Ergebnis im Vergleich mit anderen Gelbfärbungen:
von links: 
- Rhabarber auf Merino-Cashmere-Seide 
- Birke auf Seide/Seacell
- Rhabarber auf Seide/Seacell
- Frauenmantel auf Seide/Seacell


Rhabarber lässt sich ganz toll mit Krapp kombinieren:
Je nach Färbedauer und in welchem Farbzug die erste Färbung entstanden ist, lassen sich intensive Orange-Töne in der Überfärbung mit Krapp herstellen.


Meine, mit Pflanzenfarben  handgefärbte Wollem gibt es hier zu kaufen:
Shop: www.knitime.de/Handgefärbtes
Facebook-Gruppe: kniTime - Zeit für Wolle


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Dienstag, 6. Juni 2017

Flieg, kleine Spindel, flieg

Es ist passiert: Im März diesen Jahres wurde ich mit einem neuen Virus infiziert - dem Spinnvirus.
Erstmalig habe ich mich mit dem Thema "Spinnen mit der Handspindel" beschäftigt. Seit dem hat dieses neue Hobby einen festen Platz in meinem Handarbeitsleben erhalten.



Meine ersten Erfahrungen möchte ich hier zusammen fassen.

Entscheidend für den Erfolg bei den ersten Versuchen sind 2 Themen: die Fasern und die Spindel.
Bevor ich näher darauf eingehe, ganz kurz zum Ablauf des Spinnens mit der Handspindel (dies soll keine 1:1 Anleitung zum Spinnen mit der Handspindel sein, sondern ein paar Anregungen zu den Vorbereitungen)
Um sich mit dem Bewegungsablauf von Spindelhand und Faserhand vertraut zu machen, empfehle ich die YouTube-Videos von chantimanou: >klick<

  1. Spindel drehen und Drall sammeln 
  2. Faser ausziehen
  3. Drall in die ausgezogene Faser wandern lassen

Meine Lieblingsspindel, der Wirtel ist aus Rosskastanie

Zu Punkt 1 Spindel drehen und Drall sammeln:

Wie sollte meiner Meinung nach die ideale Anfängerspindel sein?
  •  - sie sollte nicht zu schwer sein (ich komme am besten mit Spindeln um die 30-40g zurecht), denn je schwerer die Spindel, desto schneller reißt der frisch gesponnene Faden
  • - der Wirtel sollte so groß wie möglich sein, denn je gößer der Wirtel, desto länger und gleichmäßiger dreht die Spindel (meine Lieblingsspindel hat einen Durchmesser von 9 cm)
  • Da gibt es einen eindeutigen Zielkonflikt: Je größer der Wirtel, desto mehr Material hat er, desto schwerer ist er. 

 

 

 Punkt 2: Fasern ausziehen:

 Die Hauptaufgabe beim Spinnen ist das Ausziehen der Fasern.
Spinnfasern, meist käuflich als Kammzüge oder Rolags zu erwerben, gibt es in den unterschiedlichsten Materialien
  • reine Wolle (Bsp.: Merino, Coburger Fuchs, Shetland, Gotland, Bluefaced Leicaster, Yak...)
  • Seide
  • Mischfasern
  • pflanzliche Fasern


Wichtig bei der Auswahl der ersten Spinnfasern ist das Wissen über die Faserlänge. Ja: jede Faser hat für sich eine andere Länge. Sehr lange Fasern (bspw. Seide) sind schwierig auszuziehen und brauchen ganz viel Drall (dazu muss die Spindel ganz schnell drehen), kurze Fasern  (bspw. Yak) bilden leicht ein verknüddeltes Knäuel in der Faserhand. Meine ersten Fasern, die ideal Auszuziehen sind, waren Merino und Coburger Fuchs.
Hier habe ich meinen ersten Anfängerfehler begannen. Voller Motivation auf der Suche nach einem tollen Kammzug habe ich mich von meinen Strickerfahrungen leiten lassen und einen gemischten Kammzug aus Merino-BFL-Yak-Seide gekauft. Ein tolle Materialzusammensetzung: weich, kuschlig und edel. Aber darin sind alle Faserlängen von kurz bis sehr lang und damit war das Ausziehen für die ungeübte Hand schwer.
gemischte Fasern aus Merino-BFL-Yak-Seide


Mein Tipp für die ersten Spinnversuche: Eine nicht gemischte
Faser nehmen, in der man nur eine Faserlänge zu beachten braucht.











Das Ausziehen der Fasern ist entscheidend für den Faden, der dann gesponnen werden kann.
Am besten macht man zu Beginn ein paar Trochenübungen, um sich mit dem Kammzug vertraut zu machen.
Ich teile mir den Kammzug auf und portioniere ihn in handliche Stücke.


Nun kann es losgehen mit dem Spinnen:
 Ein paar Fasern aus dem handlichen vorbereiteten Stück Kammzug rausziehen und die Spindel ordentlich drehen lassen.








Und da ist es: mein erstes handgesponnenes Garn mit der Handspindel:
Dies wird sorgsam und mottensicher aufbewahrt ;-), nein, es wird nicht verstrickt.

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Freitag, 2. Juni 2017

Wenn Wolle wickeln zum Erlebnis wird

Für alle Liebhaber handgefärbter Garne gibt es einen Wehrmutstropfen:

Handgefärbte Wolle gibt es meist nur am Strang. Doch damit endlich das neu errungene Fädchen auf die Nadel kann, muss Vorarbeit geleistet werden.

Vom Strang zum Knäuel - bedeutete bisher mühevolle Handarbeit, indem der Opa / Papa / Lieblingsmensch oder die Kinder den Strang um die Arme gelegt bekommen und dann wird gewickelt ... und gewickelt... und gewickelt... und die Arme werden schwer.

Je nach Lauflänge des Stranges kann das zu einem abendfüllenden Programm werden.
Heraus kommt ein wunderbar rundes Knäuel, was beim Stricken gerne davon rollt; am besten noch unters Sofa.

Das ideale Spielzeug für leidenschaftliche Stricker /-innen ist daher unser Wollwickler.
Scheinbar mühelos wickelt er 800m und mehr innerhalb weniger Minuten zu einem hübschen runden Wollbobbel.

Wolle einmal am Strang und gewickelt

So funktionierts:
Der Wollstrang wird über eine Haspel gespannt und der Anfangsfaden wird zum Wickler geführt.

Wollstrang auf Haspel gespannt

Der Faden wird durch die Fadenführung zum Konus geführt und dort befestigt. Nun kann ganz bequem an der Kurbel gedreht werden:

entstehender Wollbobbel auf dem Wickler

Innehalb von 5min (inkl. Aufbauzeit der Haspel und des Wicklers) sind 400m eines Garnes in Sockenwollstärke gewickelt.

fertig gewickelter Wollbobbel, kann von außen oder von innen abgestrickt werden


Das Tolle an unserem Wickler: er kommt ganz ohne Kunststoff und Zahnräder aus... Der Riemenantrieb ist absolut geräuschlos und nix ruckelt oder kann ausschlagen.
Zusätzlich gibt es die einzigartige Möglichkeit zur Individualisierung.
Der Wickler kann mit jedem Wunschmotiv oder Schriftzug ganz individuell gestaltet werden und wird so zu einem einzigartigen Unikat. Ideal auch zum Verschenken für jeden Anlass.



Und wo gibts dieses Wunderwerk?
Der Wickler wird von uns von Hand gebaut und kann >hier< bestellt werden.
www.knitime.de/wollwickler
Unbedingt notwendig dazu ist eine Haspel: >hier<
www.knitime.de/wollhaspel-aus-holz

Und wenn freuts noch?
Ich schau mal zum Freutag vorbei, >hier<



Dienstag, 23. Mai 2017

Schal *Vagor*: ein Muster sorgt für Wellenschlag

Jetzt beginnt endlich in die Zeit, in der keine dicken Jacken oder Pullover mehr benötigt werden. 

Dennoch gibt es oft Situationen, in denen ich gerne etwas um Hals und Schultern habe. Einfach zum Reinkuscheln und um sich „angezogen“ zu fühlen.

Der Schal *Vagor* ist dafür perfekt:
Mit einer Breite von über 60 cm und einer Länge von ca. 180 cm ist er für mich (1,58 m Körpergröße) kein „Kleiner“.



Vagor = schwedisch für Welle. Das Wellenmuster sorgt dafür dass er ideal und unkompliziert zu tragen ist. Beide Seiten, rechts und links kommen durch das Muster wunderbar raus.



Die Details:
Zur Anleitung geht’s hier: http://knitime.de/Vagor-Schal-fuer-Damen

Es kann jedes Garn in Stärke Fingering (Sockenwollstärke) verwendet werden.
Gestrickt wird mit NS 3,5.
Verbrauch: 960m - 1200m

Beispiel in orange: Verbrauch 2 - 3 Stränge Merino-Yak- Single 120g



Beispiel in Blau: Verbrauch 3 Stränge Merino / Tencel

 


Der Schal kann ganz leicht an die eigenen Größenbedürfnisse angepasst werden. Entweder einen Mustersatz in der Breite dazu oder weniger und in die Länge kann er so lang gestrickt werden, wie Garn das ist.

Und nun schau ich bei den Anderen vorbei, unter:






Donnerstag, 18. August 2016

Tunika "little twigs"



Inspiriert von der amerikanischen Designerin Fathom Harvill und deren Sommertop Coachella , ist die Tunika "little twigs" entstanden.

Die A-Linien-Form schmeichelt jeder Figur und durch die super einfache Konstruktion lässt sich die Tunika an jede Passform anpassen.





verwendete Materialien und Eckdaten für Größe S 

(ich bin 1,58m groß)
- Gewicht: ca. 170 g
- Verbrauch: ca:  640 m eines Garnes in Sockenwollstärke
- 2 x Rundstricknadel NS 3,25 (da Rücken und Front getrennt voneinander gearbeitet werden, können die nicht  benötigen Maschen auf der einen Nadel gelassen, anschließend die Maschen mit der 2. Nadel gearbeitet und beide Teile wieder zur Runde geschlossen werden. So ist kein Umfädeln und Aufnehmen stillgelegter Maschen notwendig.)
- Nähnadel zum Vernähen der Fäden
- Maschenmarkierer
- Maschenprobe: 25 M = 10 cm /  27 R = 10 cm glatt rechts (die Maschenprobe ist nicht zwingend Ausschlag gebend, die Berechnung im nachfolgenden Teil ist für jede Maschenprobe möglich)
-  die Tunika wird glatt rechts in Runden gestrickt, nur zur Formung des Armausschnittes werden Front und Rücken getrennt von einander in Hin- und Rückreihen gearbeitet




Anleitung:


Berechnung der Maschen für den Halsausschnitt entsprechend der Maschenprobe:

Halsausschnitt Größe S: ca. 60 cm = 140 Maschen anschlagen und zur Runde schließen. Einen Maschenmarkierer für den Rundenbeginn setzen.
Der Halsausschnitt kann je nach Brustumfang und Größe des "Wasserfalls" selbst gewählt werden.

Für den Rollrand 5 Reihen rechte Maschen stricken, dabei durch das hintere Maschenglied einstechen. Danach weiter glatt rechts in Runden, bis ca. 5 cm erreicht sind. (Wenn die Schultern breiter werden sollen, entsprechend mehr Runden glatt rechts.)


Trennung von Front und Rücken im Verhältnis 3:1:

In meinem Fall sind das 105 Maschen für die Front und 35 Maschen für den Rücken. Front und Rücken werden nun getrennt weiter gearbeitet, dabei werden die Maschen an der Front abgenommen und im selben Verhältnis am Rücken zugenommen, bis sich die Maschen im Verhältnis 1:1 befinden. 
(Bei mir: 70 Maschen für die Front und 70 Maschen für den Rücken.)

D.h.  ab dem Maschenmarkierer, der den Rundenbeginn kennzeichnet, 17 Maschen rechts stricken, den Arbeitsfaden abschneiden, anschließend  den Faden neu ansetzten und 105 Maschen mit der zweiten Rundstricknadel rechts stricken, die Arbeit wenden und 105 linke Maschen zurück stricken.
Die 35 Maschen für den Rücken bleiben auf der einen Rundstricknadel und es werden die 105 Maschen auf der zweiten Rundstricknadel weiter in Hin-und Rückreihen gearbeitet. Ab jetzt wird an der Front an beiden Enden für den Armausschnitt abgenommen.


Die Abnahmen an der Front (Armausschnitte):

  • 12x aller 4 Reihen an beiden Enden je 1 Masche abnehmen, dafür die Reihe wie folgt stricken:
  • 1 Masche rechts; die nächsten 2 Maschen wie zum rechts Stricken abheben und zurück auf die linke Nadel heben, beide Maschen durch das hintere Maschenglied zusammen stricken; rechte Maschen bis 3 Maschen vor Ende; 2 Maschen rechts zusammen stricken, 1 Masche rechts;
  • 4x aller 2 Reihen abnehmen
  • 3x in jeder Reihe abnehmen

 Das Verhältnis der Abnahmen kann entsprechend einer größeren Maschenzahl angepasst werden. Wichtig ist dabei zu beachten, dass der Armausschnitt von oben nach unten weniger steil und mehr rund verläuft. Je länger der Teil in dem alle 4 Reihen abgenommen wird, desto länger wird der Armausschnitt. 

Es sind nun 70 Maschen von der Front auf der Nadel. Arbeitsfaden abschneiden und am Rücken weiter arbeiten.





Zunahmen im Rücken:

(den Marker, der den urspr. Rundenanfang kennzeichnet, immer mitnehmen)
Im selben Verhältnis wie die Abnahmen an der Front, werden die Zunahmen im Rücken gearbeitet, dafür wird solange zugenommen bis 70 Maschen auf der Nadel sind.
Mit neuem Arbeitsfaden auf der ersten Rundstricknadel 35 Maschen rechts, Arbeit wenden, 35 linke Maschen zurück, dann die Zunahmen wie folgt arbeiten:
  • 12 x aller 4 Reihen an beiden Enden 1 Masche zunehmen. Dafür wie folgt die Reihe stricken: 1 Masche rechts; 1 nach links geneigte Zunahme aus dem Querfaden; rechte Maschen bis 1 Masche vor Ende, 1 nach rechts geneigte Zunahme aus dem Querfaden, 1 rechte Masche
  • 4x aller 2 Reihen zunehmen
  • 3x in jeder Reihe zunehmen

In der nächsten Runde Front und Rücken miteinander verbinden:  
In der nächsten Hinrunde rechts bis 9 Maschen vor Ende stricken, 2 Marker setzen, 9 Maschen bis zum Ende rechts stricken, 9 Maschen von der Front dranstricken, 2 Marker setzen, rechte Maschen bis 9 Maschen vor Ende, 2 Marker setzen, 9 Maschen rechts stricken, 9 Maschen vom Rücken dran stricken, 2 Marker setzen.
(zwischen den Markern sind 18 Maschen für den Laceeinsatz, die Zunahmen erfolgen zwischen den 2 Markern aus dem Querfaden)
Zur Stabilisierung je nach Belieben 1-2 Runden glatt rechts.





Body in A-Linie und Laceeinsatz an den Seiten:

Für die A-Linien-Form werden aller 4 Runden zwischen den 2 Markern die Zunahmen gearbeitet. Dafür jeweils aus dem Querfaden eine nach rechts oder nach links geneigte Zunahme arbeiten. Vor dem Laceteil ist die Zunahme nach rechts geneigt, nach dem Laceteil ist die Zunahme nach links geneigt.
Die 18 Maschen zwischen den Markern sind die Mustermaschen für den Laceteil.

Für das Lacemuster weiter nach unten scrollen.

Runde 1 mit Lacemuster: rechte Maschen bis zum Marker 1; Marker mitnehmen; 1 Zunahme nach rechts geneigt; Marker 2 mitnehmen; Lacemuster; Marker 3 mitnehmen; 1 Zunahme nach links geneigt; Marker 4 mitnehmen; rechte Maschen bis zum Marker 5; Marker 5 mitnehmen; 1 Zunahme nach rechts geneigt; Marker 6 mitnehmen; Lacemuster; Marker 7 mitnehmen; 1 Zunahme nach links geneigt; Marker 8 mitnehmen; rechte Maschen bis zum Marker für den Rundenbeginn;
Runde 2: alle Maschen rechts stricken, Marker dabei mitnehmen

Wenn aufgrund der Zunahmen zwischen den 2 Markern rechts und links vom Lace-Muster jeweils 9 neue Maschen entstanden sind, kann ein neuer Mustersatz hinzu gefügt werden.


1 Mustersatz hinzufügen:

Rechte Maschen bis zum Marker 1 vor dem Zunahmeteil stricken, den Marker mitnehmen, zusätzlich einen neuen Marker setzen; 18 Maschen im Lacemuster stricken, dabei den alten Marker entfernen und nach den 18 Maschen neu setzen; noch einmal 18 Maschen im Lacemuster stricken, 2 Marker setzen; rechte Maschen bis zum Zunahmeteil auf der anderen Seite. Hier genauso vorgehen. 



Lacemuster:


Die Tunika kann nun auf die gewünschte Länge gearbeitet werden, dabei den Mustersatz entsprechend den Zunahmen beliebig oft einfügen.  

Abschluss:

Um ein zu starkes Einrollen zu vermeiden, 2 Krausrippen als Abschluss stricken.
1 Krausrippe in Runden = 1 Runde rechte Maschen, 1 Runde linke Maschen.

Die Tunika in handwarmem Wasser baden und anschließend je nach Material in Form ziehen oder spannen und liegend trocknen lassen.




  Weitere Projekte rund ums Weib >Rums<
 



 



  













Donnerstag, 4. August 2016

OpArt in Zahlen


Eine Babydecke von innen nach außen in Runden gestrickt -raus rechts. Das bedeutet unzählige rechte und unzählige linke Maschen.
Eintönig, monoton, endlos... und lässt Zeit und Raum, dass die Gedanken fliegen lernen... oder zählen.



Meine Babydecke OpArt in Zahlen:

Sie besteht aus 78 Krausrippen, das sind 156 Runden. Die letzte Runde hat 624 linke Maschen. Abgekettet mit einem 3er I-Cord besteht der I-Cord aus  1.872 Maschen.
Insgesamt habe ich in dieser Decke 50.858 rechte und linke Maschen gestrickt.
Gesamtgewicht ca. 520 g aus Drops Merino extrafine in NS 4 gestrickt.



Ich glaube, dem kleinen Neuankömmling ist das alles recht egal :-) Hauptache er kann sich da hinein kuscheln.